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Gianni-AI — Familienassistent

Familienausgaben, verwaltet und kategorisiert von der KI: keine Tabellen mehr, die am Monatsende von Hand aktualisiert werden müssen.

STATUSOnline
VERÖFFENTLICHT1. Juni 2026
STACKPHP · KI · Gemini

Gianni-AI entstand aus einem sehr häuslichen, sehr langweiligen Problem: den Überblick zu behalten, wohin das Geld einer Familie fließt. Einkäufe, Rechnungen, das Abendessen am Samstag, die unerwartete Fahrt zur Werkstatt — Dutzende kleiner Posten im Monat, und klassische Tabellen funktionieren genau zwei Wochen lang wunderbar, bis jemand keine Lust mehr hat, sie zu aktualisieren. Das Problem ist nicht die Rechnerei, es ist das Kategorisieren: jedes Mal aufs Neue zu entscheiden, in welche Schublade jede Ausgabe gehört. Und genau diesen Aufwand wollte ich den Menschen abnehmen und der KI geben.

Die Geste: einen Satz schreiben, keine Tabelle ausfüllen

In einer klassischen Budget-App musst du für jede Ausgabe ein Dropdown öffnen und eine Kategorie wählen, dann eine weitere für die Zahlungsart, dann den Betrag ins richtige Feld tippen. Gianni-AI dreht die Geste um: du schreibst die Ausgabe so, wie du sie laut sagen würdest — «55 Euro Einkauf bei Coop», «Stromrechnung 78» — und das Modell extrahiert den Betrag, versteht, worum es geht, und weist eine passende Kategorie zu. Keine Menüs, keine Pflichtfelder: eine Textzeile, und den Rest erledigt es automatisch.

Wie es darunter funktioniert

Das Herzstück der App ist ein PHP-Backend, das als Brücke zu Gemini dient, dem KI-Modell von Google, per API aufgerufen. Jeder Eintrag wird mit einer präzisen Anfrage an das Modell gesendet: nicht «schreib etwas über diese Ausgabe», sondern «gib Kategorie, Betrag und Typ in einem strukturierten Format zurück». Das ist ein wichtiger Unterschied: eine strukturierte statt einer erzählenden Antwort zu verlangen, ist das, was es erlaubt, das Datum sauber zu speichern und zu aggregieren. Die Antwort kommt zurück, wird erfasst, und die Summen aktualisieren sich von selbst.

Der heikle Punkt eines solchen Systems ist die Konsistenz: wenn dieselbe Ausgabe heute in «Lebensmittel» und morgen in «Einkauf» landet, werden die Übersichten nutzlos. Deshalb erfindet das Modell nicht bei jedem Durchgang freie Kategorien, sondern arbeitet über einer definierten Menge — Lebensmittel, Rechnungen, Restaurant, Transport, Gesundheit, Wohnen, Kleidung, Geschenke, Telefon und so weiter — neben den Einnahmen wie Gehalt und sonstigen Einkünften. Die KI interpretiert die natürliche Sprache; die Kategoriestruktur hält alles geordnet.

Was du am Ende siehst

Das Ergebnis ist nicht noch eine Tabelle zum Lesen, sondern ein Bild, das sich selbst aufbaut: wohin das Familienbudget wirklich fließt, Monat für Monat, Kategorie für Kategorie. Die Frage, die die App beantwortet, ist nicht «wie viel habe ich ausgegeben» — das weiß jeder — sondern «wofür geht es drauf, ohne dass ich jeden Beleg einordnen muss». Es ist der Unterschied zwischen einem Kontobuch und einem Assistenten: das erste musst du selbst führen, der zweite arbeitet, während du lebst.

Warum «Gianni»

Der augenzwinkernde Name ist kein Detail: er sagt genau, was die App sein will. Keine Verwaltungssoftware zum Erlernen, mit ihrer Lernkurve und ihren Menüs, sondern ein Familienmitglied, dem du einfach erzählst, was du ausgegeben hast. «Gianni, ich habe getankt, 60 Euro» — und Gianni kümmert sich darum. Die KI ist hier keine zusätzliche Funktion: sie ist das, was die Geste einfach genug macht, um wirklich getan zu werden, jeden Tag, statt auf das Monatsende verschoben und dann nie erledigt.

Unter der Haube

Gianni-AI ist PHP und eine API-Integration mit Gemini, ohne schwere Frameworks. Da es sich um häusliche, persönliche Daten handelt, ist es als privates Familienwerkzeug gedacht, nicht als öffentlicher Dienst: die Einträge bleiben im eigenen Bereich, und die KI greift nur im Moment des Kategorisierens ein, nie um Entscheidungen an jemandes Stelle zu treffen. Es ist eines von mehreren Projekten des Portals, bei denen die KI nicht da ist, um anzuzeigende Inhalte zu produzieren, sondern um eine lästige Pflicht abzunehmen — hier die unangenehmste des Haushalts.